Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Energieeffizienzanalyse

Die Energieeffizienzanalyse ist ein wesentlicher Baustein des betrieblichen Energiemanagements. Viele, vermutlich sogar die meisten Unternehmen kennen zwar ihren Gesamtenergieverbrauch auf Grund der Strom- und Gasrechnungen, wissen aber nicht wo und von wem wieviel Energie verbraucht wird. Solange man nicht weiß, wo wieviel verbraucht wird, ist jegliches Management des Energieverbrauchs beliebig.

Erst mit konkreten Ergebnissen aus der Effizienzanalyse, insbesondere der Kenntnis lohnender Ansatzpunkte können in einem Managementsystem sinnvolle Zielvorgaben, ein Handlungs- und Maßnahmenplan und die Verantwortlichkeiten festgelegt werden.

Die Energieeffizienzanalyse besteht im Wesentlichen aus:

  • einer Aufnahme des Ist-Zustandes, also der Erfassung der wesentlichen Daten zum Energieverbrauch und der Ermittlung der Abwärmeverluste,
  • einer Bewertung dieser Daten z. B. anhand von Branchenkennzahlen und auf Basis der im Mangement festgelgten Umweltpolitik und -ziele, sowie
  • der Aufstellung eines mit Prioritäten versehenen Maßnahmenplans zur Senkung des Energieverbrauchs und zur Nutzung vorhandener Abwärme.

Die Energieeffizienzanalyse legt den Verbrauch einzelner Prozesse offen und zeigt die lohnenden Einsparmöglichkeiten. Sie ist der zentrale Punkt bei Einführung eines Managementsystems. So wird gewährleistet, dass die erstmalige Untersuchung des Energieverbrauchs und die Maßnahmenplanung in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess überführt werden, der dem Unternehmen einen dauerhaften Nutzen bringt.

Auch vor der Anschaffung neuer Anlagen oder bei größeren produktions- und versorgungstechnischen Veränderungen sollten in jedem Fall Effizienzanalysen erstellt werden. Bei Umbauten besteht am ehesten die Chance z. B. veraltete Wärmeversorgungssysteme zu ersetzen, Wärmedämmung einzubauen, oder eine Abwärmerückgewinnung zu installieren.

Im Rahmen einer Energieeffizienzanalyse wird oft ein Energieflussdiagramm, z. B. in Form einer Sankeydarstellung erstellt. Mit diesen Informationen kann, in Form von Szenarios, sehr anschaulich dargestellt werden, wie sich die Wärmeflüsse in einem Unternehmen durch energiesparende Maßnahmen oder durch neue Anlagen ändern. Die Sankey-Darstellung in vereinfachter Form eignet sich auch gut als Informationsinstrument für das Management.

Grafik: Sankey-Darstellung Energiefluss eines metallverarbeitenden Betriebes 
Energieflussdiagramm eines Metalunternehmens (vereinfacht) 
Quelle: ABAG-itm, 2009

Hilfreich bei der Analyse der betrieblichen Umweltsituation und bei der Erstellung von Energiekonzepten kann eine externe Energieberatung sein. Insbesondere für kleine und mittlere Betriebe gibt es Förderprogramme. Nähere Informationen erhalten Sie beim Informationszentrum Energie des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Glossar

KMU
Als KMU gelten gemäß der EU-Definition kleine und mittlere Unternehmen mit max. 250 Mitarbeiter und max. 50 Mio. €  Jahresumsatz oder max. 43 Mio. € Jahresbilanz (auch: Anteil eines Nicht-KMU am Unternehmen max. 25 %).


Sankey
Mit Sankey-Diagrammen lassen sich Stoff- und Energieströme visualisieren. Die Dicke der Verbindungslinien zwischen zwei Prozessen repräsentiert die Mengen oder den Energiefluss. Analog lassen sich Sankey-Diagramme auch auf "Geldströme" anwenden.



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