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Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Abfallsammlung

Vermeiden vor Wiederverwenden vor Verwerten vor Beseitigen – das ist der oberste Grundsatz der Abfallentsorgung (Wiederverwendung meint die Verwendung für denselben Zweck, für den die Stoffe oder Produkte ursprünglich bestimmt waren). Dies spiegelt sich auch in den heutigen Entsorgungswegen, Abfallgebühren und rechtlichen Vorgaben zur Abfalltrennung wider. Deren Missachtung führt zu deutlich erhöhten Entsorgungsgebühren, kann aber auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Daher sind die Vorgaben der Entsorger zu beachten und dauerhaft sicherzustellen. Sie regeln das Sammeln von Abfällen im Betrieb und auf Baustellen sowie deren Kennzeichnung, Zwischenlagerung und Entsorgung.
Abfallsammlung
Quelle: redaktion24.de

Abfallerfassung im Betrieb

Für die optimale Erfassung und Trennung von Abfällen an den einzelnen Arbeitsplätzen ist das verwendete Sammelsystem entscheidend. Es muss das Nutzerverhalten berücksichtigen und einige wichtige Kriterien erfüllen. So sollte die Anzahl der Sammelbehälter den im Arbeitsbereich anfallenden Abfallarten entsprechen. Das erleichtert die richtige Zuordnung. Die Behälter müssen alle gleich schnell erreichbar sein. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Abfall unsortiert in das nächstliegende Abfallbehältnis wandert.

Des Weiteren ist die Eignung der Behälter für die darin gesammelte Abfallart wichtig. Beispielsweise gehören leicht brennbare Abfälle aus dem Lackierbereich in nicht brennbare, selbstschließende Abfallbehälter und nicht in offene Lackeimer, Ölfässer oder gar Kunststoffbehälter.

Auf die einfache Bedienung ist ebenfalls zu achten. Aspekte wie Handhabung des Behälterdeckels, Öffnungshöhe, Verhältnis zwischen Abfall- und Behältergröße sowie Transportierbarkeit spielen eine wichtige Rolle.

Bei der Auswahl der Behältnisse sowie deren Platzierung im Unternehmen empfiehlt es sich, die Mitarbeiter mit einzubeziehen. Damit erreicht man eine höhere Akzeptanz.

TIPP: Vielfach hat es sich bewährt, die Abfallbehälter und auch die Sammelstellen zu kennzeichnen. Neben der Bezeichnung der darin zu sammelnden Abfälle kann eine farbliche Kennzeichnung der verschiedenen Abfallarten hilfreich sein. Entsprechend dem Sammelsystem im Betrieb ist es sinnvoll, auch die Abfallbehälter im Freien in das Kennzeichnungssystem einzubinden.
Abfallentsorgung

Für die Abfallentsorgung muss der Betrieb sicherstellen, dass der bei der Erfassung erreichte Trennungsgrad des Abfalls erhalten bleibt. Hierfür empfehlen sich stichprobenartige Kontrollen beim Umfüllen der Sammelbehälter in die größeren Container. Bei der Auswahl der geeigneten Container – und ob eher Miete oder Kauf infrage kommt – beraten die örtlichen Entsorgungsunternehmen.

Bei der Auswahl von Stellflächen ist einerseits deren Zugänglichkeit zu gewährleisten. Zufahrtswege und Rangiermöglichkeiten müssen ausreichend sein. Informationen zum Platzbedarf von Abfallbehältern finden Sie in der Tabelle Übersicht Platzbedarf Abfallbehälter. Andererseits muss der Unternehmer aber auch ausschließen können, dass unbefugte Dritte Zugang haben und die Behälter zur illegalen Entsorgung missbrauchen.

Abfälle mit umweltgefährdenden Anhaftungen und Bestandteilen dürfen keinen direkten Kontakt mit dem Untergrund oder der Kanalisation aufweisen. Problematisch sind beispielsweise alte Gebinde mit Farbresten oder ölverschmutzte Abfälle. Diese sind dicht verschlossen und geschützt gegen Niederschlagswasser zu lagern. Nähere Einzelheiten finden sich im Kapitel Abfallentsorgung.

Abfallsammlung Container

TIPP: Niederschlagswasser erhöht das Gewicht des Abfalls. Ist die Entsorgung gewichtsabhängig, führt das zu erheblichen Mehrkosten. Generell sind daher Behältnisse mit verschließbaren Deckeln zu empfehlen. Sie schützen nicht nur vor Verwehungen und Niederschlagswasser, sondern auch vor Missbrauch Dritter.
Sammelentsorgung

Bei der Sammelentsorgung fährt ein Transporteur verschiedene Betriebe an und sammelt kleinere Mengen gleichartiger Abfälle, um sie gesammelt beim Entsorger abzugeben. Verursacht ein Betrieb durch unzulässige Beimischungen höhere Entsorgungskosten für solch eine Gesamtladung, wird der Sammelentsorger die Mehrkosten an den verantwortlichen Betrieb weitergeben.

Bezüglich der Abfuhr der Abfallbehälter durch die Entsorger empfiehlt es sich, möglichst ein Abrufsystem zu nutzen. Dabei wird der Entsorger erst geordert, wenn der Behälter voll ist. Dies macht es möglich, das Fassungsvermögen des Behälters optimal auszunutzen und die Kosten pro Abfuhr zu optimieren. Bei fest vorgegebenen Terminen, wie sie beim Gewerbemüll üblich sind, sollte der Betrieb alle Möglichkeiten zur Optimierung zwischen Behältergröße, Füllgrad und Abfuhrrhythmus nutzen.

Abfallerfassung auf der Baustelle

Die für Maler- und Stuckateurbetriebe übliche Sondersituation der Abfallentsorgung auf der Baustelle kann ebenfalls nach den vorgenannten Punkten organisiert werden, wobei es dort in erster Linie auf die Trennung zwischen verwertbaren und nicht verwertbaren Abfällen ankommt. Über Besonderheiten informiert das Kapitel Abfallentsorgung auf der Baustelle.

Weitere Hintergrundinformationen zum Abfallrecht finden Sie im Bereich Rechtsgrundlagen. Zusätzliche Informationen zu gefährlichen Abfällen im Bereich Wichtig für alle Branchen. Für Kleinbetriebe interessant in diesem Zusammenhang ist die Kleinmengenreglung.

Glossar

Entsorgung
Unter Entsorgung von Abfällen wird sowohl die Beseitigung als auch die Verwertung von Abfällen verstanden.



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