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Umgang mit wassergefährdende Stoffen - Grundlagen

Was sind wassergefährdende Stoffe?

Wassergefährdende Stoffe sind solche, die geeignet sind, die Beschaffenheit des Wassers nachhaltig zu verändern. Zu dieser Kategorie gehören viele der in Betrieben gelagerten und eingesetzten flüssigen, festen und gasförmigen Stoffe wie Säuren, Laugen, organische Lösemittel, Benzin und Heizöl.

Stoffe werden nach ihrer Wassergefährdung in drei Wassergefährdungsklassen (WGK 1 - 3) eingestuft. Vorgaben zur Einstufung enthält die Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe (VwVwS), die auch einen Katalog eingestufter Stoffe enthält. Weitere Erläuterungen zur Einstufung sind der Seite WGK und Gefährdungsstufen zu entnehmen.

Grafik: Dem Grund- und Oberflächenwasser dient der besondere Schutz vor schädlichen Beeinflussungen durch wassergefährdende Stoffe
Hinweisschild Wasserschutzgebiet
Quelle: Straßenverkehrsordnung

Wen betreffen die Regelungen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen?

Die Statistik weist, trotz aller technischen und organisatorischen Vorgaben und Maßnahmen, nach wie vor zahlreiche Untergrundverunreinigungen durch wassergefährdende Stoffe aus. Diese werden häufig durch leichtflüchtige halogenhaltige Kohlenwasserstoffe (LHKW) und durch Treibstoffe verursacht.

Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen unterliegen daher vielfältigen Anforderungen. Grundlage hierfür ist der § 62 Wasserhaushaltgesetz (WHG) mit der Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe (VwVwS) und die Anlagenverordnung (VAwS). Nähere Informationen beinhalten die Seiten Anforderungen an Anlagen und Überwachung von Anlagen.

Betroffen von den rechtlichen Vorgaben zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sind nahezu alle Betriebe. So sind z.B. die vielfach zur Oberflächenreinigung eingesetzten chlorierten Kohlenwasserstoffe Tri- und Perchlorethylen stark wassergefährdend und der WGK 3 zugeordnet. Auch die in Betrieben vorhandene Diesel- oder Heizöllagerung unterliegt hohen Sicherheitsanforderungen.

Es sollte daher stets geprüft werden, ob das Risikopotenzial durch Substitution der Stoffe nicht vermeidbar oder zumindest reduzierbar ist.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat einen detaillierten Leitfaden zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen veröffentlicht, der als Literaturlink zum Download angeboten wird. Bei service-bw können Sie eine Liste der zuständigen Wasserbehörden abrufen.

Grafik: Schutzprinzip bei Anlagen zum Lagern von wassergefährdenden Stoffen: Auffangwannen oder doppelwandige Tanks
Beispiel doppelwandiger Tank, z,. B. für Heizöl
Quelle: UM Baden-Württemberg

Glossar

Per
Per gehört zur Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe. Diese sind in der Regel stark akut und chronisch giftig. Sie wirken betäubend, Leber und Nieren schädigend und sind krebserzeugend.

VAwS
Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe (Anlagenverordnung wassergefährdende Stoffe - VAwS).
Den Verordnungstext finden sie hier.


Die Festlegung von Anforderungen an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen war bisher den Ländern vorbehalten. Dies führte dazu, dass jedes Bundesland eine eigene Anlagenverordnung (VAwS) hat. Seit der zum 1. März 2010 in Kraft getretenen Neufassung des Wasserhaushaltsgesetzes sind Vollregelungen des Bundes möglich. Eine Bundes-VAwS liegt im Entwurf vor. Mit der Verabschiedung, die zu veränderten Anforderungen führen kann, ist im Verlauf des Jahres 2014 zu rechnen.



VwVwS
Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Wasserhaushaltsgesetz über die Einstufung wassergefährdender Stoffe in Wassergefährdungsklassen (Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe - VwVwS) vom 18. April 2011.
Den Text der Vorschrift finden Sie hier

Künftig sollen Wassergefährdungsklassen durch die neue Bundes-VAwS festgelegt werden. Mit der neuen Vorschrift ist im Verlauf des Jahres 2014 zu rechnen.


Wassergefährdende Stoffe
Wassergefährdende Stoffe im Sinne des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) sind feste, flüssige und gasförmige Stoffe, insbesondere Säuren, Laugen, Mineralöle, flüssige sowie organische Verbindungen, Gifte, die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers nachteilig zu verändern. Die Zuordnung zu den Wassergefährdungsklassen 1, 2 und 3 erfolgt auf Grundlage der Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe (VwVwS) unter Berücksichtigung der R-Sätze des Stoffes.  Die VwVwS enthält auch eine Liste, die Stoffen die jeweilige Wassergefährdungsklasse zuordnet. Künftig sollen Wassergefährdungsklassen durch die neue Bundes-VAwS festgelegt werden. Mit der neuen Vorschrift ist im Verlauf des Jahres 2014 zu rechnen.

Wassergefährdungsklasse (WGK)
Die Wassergefährdungsklasse (WGK) gibt an, ob ein Stoff Wasser dauerhaft schädlich verändern kann. Schwach wassergefährdende Stoffe (Scheibenreiniger, Bremsflüssigkeit) haben die WGK 1, wassergefährdende Stoffe (Diesel, Kaltreiniger, Motoröl) die WGK 2 und stark wassergefährdende Stoffe (Benzin, verunreinigtes Altöl) die WGK 3. Welche WGK einem Stoff zugeordnet wurde, erfahren Sie aus dem zum Stoff gehörenden Sicherheitsdatenblatt.

Die Zuordnung der Wassergefährdungsklassen 1, 2 und 3 erfolgt auf Grundlage der Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe (VwVwS) unter Berücksichtigung der R-Sätze des Stoffes.  Die VwVwS beinhaltet auch eine Liste, die Stoffen die jeweilige Wassergefährdungsklasse zuordnet.

Künftig sollen Wassergefährdungsklassen durch die neue Bundes-VAwS festgelegt werden. Mit der neuen Vorschrift ist im Verlauf des Jahres 2014 zu rechnen.



WHG
Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz - WHG)
Den Gesetzestext finden Sie hier




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